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Bilderausstellung Hermann Heiss

Ab Anfang November können Werke des Malers Hermann Heiss im Obinger Rathaus während deren Öffnungszeiten besichtigt werden. Heiss wohnt in Altersham und hat sich dort mit seiner Familie eingerichtet und betreibt auch dort sein Atelier. Seine Frau und der Künstler haben sich vor der Coronapandemie gemeinsam im Kulturverein Hilgerhof engagiert. Der Künstler hat vor zwanzig Jahren seinen akademischen Beruf an den Nagel gehängt und sich ganz der Kunst gewidmet. Sein Können verdankt er der dreijährigen Ausbildung bei dem bekannten Künstler Sasha Schwartz in München, sowie der erfolgreichen Teilnahme an der Meisterklasse in Salzburg bei Prof. Baier. Parallel entwickelte sich Heiss als Autodidakt weiter. Seine Schwerpunkte in der Malerei sind das Anfertigen von Portraitarbeiten, Stillleben und Themenarbeiten. Gerne fertigt er für sein Klientel Kopien alter Meister an. Für diese Kopierarbeiten hat er sich qualifiziert durch ein umfangreiches Studium der alten Meister und der Erforschung maltechnischer Erkenntnisse alter Lehrbücher aus allen Jahrhunderten. Dies führte dazu, dass er die Erkenntnisse bündeln musste und so lag der Gedanke nahe, ein Lehrbuch über Malmaterialien und Maltechniken zu schreiben und darüber auch Vorträge zu halten. In Malunterrichten gibt er gerne sein Wissen weiter.

Der Künstler will in seinen Arbeiten zwischen der klassischen Kunst und der Gegenwartskunst Brücken schlagen. Anhänger der „alten Meister“ verachten oft die moderne Kunst und die Gegenwartskünstler belächeln die alten Malweisen. Er will die Intoleranz aufbrechen und eine gegenseitige Akzeptanz erwirken. Denn jeder kann von dem anderen lernen, so der Künstler. Das zeigt er zum einen in seinen Stillleben. Vordergründig und oberflächlich gesehen sind es Kunstwerke wie aus dem Mittelalter. Dunkler Hintergrund und vermeintlich wahllos angeordnete Gegenstände. Bei Heiss findet man aber zum Beispiel eine moderne Uhr, eine Coladose oder einen modernen Gegenstand dargestellt, wenn auch versteckt. Heiss will damit zeigen, dass man mit den alten Techniken auch zeitgenössische Themen darstellen kann. Dazu muss man nicht klecksen, verfremden und verzerren. Zum anderen will Heiss aufzeigen, dass man mit der Kenntnis der Maltechniken und der Materialien Kunst etwas anregender gestalten kann. Die Fadenzahl der Leinwand, die Isolierung des Malgrundes, die Verwendung der unterschiedlichsten Öle und Pigmente, diese Kenntnisse sind maßgeblich für das Gelingen eines Kunstwerkes. „Das will aber heute niemand mehr hören“ so Heiss, der versucht, in seinem kleinen Einflussbereich eine Änderung zu bewirken. Bei Galeristen hat Heiss es aufgegeben, seine Kunst darzubieten. „Sie wollen nur Gegenwartskunst verkaufen, egal welche Qualität sie hat“, so der Künstler.

Nach fast 20 Jahren künstlerischer Tätigkeit ist Heiss stolz auf sein bisheriges Schaffen und seine Aufträge. Dazu zählen die umliegenden Gemeinden ebenso, wie gesellschaftliche Persönlichkeiten und kirchliche Würdenträger. Die Kunstwerke können derzeit während der Öffnungszeiten des Rathauses Obing betrachtet werden. Diese sind:

Dienstag – Freitag 08:00 – 12:00 Uhr; und zusätzlich Dienstag 13:00 – 18:00 Uhr; Mittwoch 13:00 – 16:00 Uhr. Für ein Künstlergespräch an Dienstagen von 16 – 18 Uhr können Termine unter der Telefonnummer 0160-8595273 vereinbart werden. Vorinformation unter www.hermannheiss.de